Kirche im Raum Aachen
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„Ein Urgestein, ein Kämpfer, ein Mensch und ein Christ“

Über 100 Wegbegleiter verabschiedeten den langjährigen Vorsitzenden des Aachener Katholikenrats, Anton Meyer

Mit 77 Jahren hat er dann doch den Vorsitz des Katholikenrats Aachen-Stadt an den Nagel gehängt: Anton Meyer wurde am Freitag, 7. Mai 2010 im Spiegelfoyer des Stadttheaters Aachen nach 36 Amtsjahren verabschiedet. Über 100 Wegbegleiter aus Kirche, Politik, Gesellschaft und Familie waren in diesem wahrhaft historischen Moment dabei, allen voran Weihbischof Karl Reger.

Es war an Regionaldekan Josef Voß, den sichtlich bewegten, scheidenden Vorsitzenden mit treffenden Worten zu würdigen. „Anton Meyer ist ein Urgestein, ein leidenschaftlicher Kämpfer, ein sturer Unbeugsamer, ein Fels in der Brandung, ein Charaktertyp, ein hoch dekorierter Bescheidener, ein solidarischer Bruder, ein Mensch und ein Christ.“

Mit seinem Einsatz für Kirche und Gesellschaft habe Meyer die besondere sozialethische und sozialpastorale Tradition fortgeführt, welche Aachen seit Jahrhunderten auszeichne, hob Bürgermeisterin Margarethe Schmeer hervor. Was theologisch als „Option für die Armen“ gekennzeichnet wird, wurde bei diesem Abschied generell häufig hervorgehoben.

Dr. Alfons Brüls, der drei Jahrzehnte geistlicher Begleiter des Katholikenrats war, lenkte den Blick auf einen weiteren Aspekt. Anton Meyer sei immer auch ein glaubwürdiger Zeuge für die Kirche des II. Vatikanischen Konzils gewesen – „der Kirche, die alleine Zukunft hat“. Renate Müller knüpfte als Vorsitzende des Diözesanrats der Katholiken an und versprach Kontinuität: „Wir bleiben dran!“

Er gebe nun das Staffelholz weiter, sagte Meyer. „Es war eine gute Zeit und ich war gerne Vorsitzender. Die Arbeit hat mir Freude gemacht“, resümierte er. Dass sich jüngst mehr als ein Dutzend Frauen und Männer zur aktiven Mitarbeit im neuen Vorstand bereit erklärt haben, mache ihm Mut, dass das Werk weitergeführt werde.

Langer, nicht enden wollender Applaus beschloss diesen beeindruckenden Moment. Für einen ansprechenden Rahmen sorgten an diesem Nachmittag „Pius Celebration“, ein Chor aus dem Bischöflichen Pius-Gymnasium, und die „Kirchturmspitzen“, ein Kabarett aus St. Martinus Richterich und St. Heinrich Horbach. Durch das Programm führte Gerd Mertens vom Büro der Regionaldekane.


Von Thomas Hohenschue

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