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Diözesanrat der Katholiken wirbt für umweltschonende Mobilität

Karl-Josef Dauvermann aus Olef in der Eifel bot seinen Wagen zu Testfahrten an.

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Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 12/2016

Es macht Spaß elektrisch zu fahren

Der Diözesanrat der Katholiken wirbt in Aachen und Herzogenrath für umweltschonende Mobilität

„Aue Ameröllchere“ würde der Öcher sagen, der sich mit Elektroautos auskennt. Denn die waren schon vor über 100 Jahren einmal der Renner, bevor die Verbrenner-Motoren ihren Siegeszug antraten. Jetzt ist das Thema wieder auf der Tagesordnung, auch beim Diözesanrat der Katholiken.

Der hatte Anfang März zur Energie-Exkursion eingeladen. Mit einem Hybrid-Bus waren 25 Teilnehmer zum Öl-Wärme-Institut (OWI) nach Herzogenrath und zum Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) in die Aachener Hüttenstraße gefahren. Lehrreiche Vorträge, spannende Laborbesuche und Gespräche mit begeisterten Fans nachhaltiger Mobilität standen auf dem Programm.



Elektromobilität ist für einige schon lange Alltag

Ein alter Hase in Sachen Elektroauto ist Stephan Nagel vom Verein der Elektromobilfahrer in der Region Aachen. Er und weitere Mitglieder des Vereins waren mit ihren Fahrzeugen zum ISEA gekommen. „Ich garantiere Ihnen“, versprach Stephan Nagel, „es macht richtig Spaß, elektrisch zu fahren.“ Für ihn und seine Vereinsfreude sei Elektromobilität Alltag. „Wir nutzen die Fahrzeuge so, wie jeder andere seinen Verbrenner nutzt.“

Die Freunde der Elektromobilität präsentierten eine große Vielfalt an Fahrzeugen von diversen Herstellern und in allen Preisklassen – von nahezu fabrikneu bis in Würde gealtert. Karl-Josef Dauvermann war sogar aus Olef in der Eifel mit seinem Elektroauto angereist. Nagel und seine Elektromobilisten sind echte Enthusiasten und Vorreiter. Seit Ende der 90er Jahre treffen sie sich. Damals waren die meisten von ihnen noch mit kleinen dreirädrigen Kabinenrollern unterwegs. „Wir haben uns gegenseitig geholfen. Mit so einem Kabinenroller aus dänischer Produktion aus den 90er Jahren konnte man nicht in irgendeine Werkstatt fahren. Wir haben den einen oder anderen, der sich mit Elektronik auskennt oder der bei der Mechanik helfen kann. Das ist wie eine Familie.“



Die Enthusiasten haben längst ihr Ladenetz

Für Überlandfahrten haben die Elektrofahrer deutschlandweit ihr eigenes Ladenetz errichtet: „Man stellt selbst eine Drehstromkiste zur Verfügung, und kann bei jedem anderen, der auch eine hat, Tag und Nacht laden.“ Stephan Nagel ist der Ansicht, dass Elektromobilität auch heute schon – bei einem Anteil von 30 Prozent nachhaltiger Energie im deutschen Strommix – „gar nicht so übel“ sei. Die durchschnittlichen CO2-Emissionen neuer Pkw in Deutschland betrügen rund zwölf Kilogramm. Sein Elektroauto verursache nur acht Kilogramm. Mit einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach oder Ökostrom im eigenen Haus falle die Bilanz noch viel besser aus. Das Beste kam zum Schluss: Raus auf den Parkplatz, auf Beifahrer- oder sogar Fahrersitz Platz nehmen und elektrisch einige Runden drehen. Da störte der strömende Regen niemanden mehr.

Informationen zum Verein und zu den verschiedenen Elektroautos sind unter www.elektromobilfahrer.de abrufbar.


Von Paul Heesel

Veröffentlicht am 16.03.2016

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